Was kostet denn was?

Artgerechte Tierhaltung ist sehr teuer, besonders, wenn es um Großtiere geht. In unserer Obhut leben zur Zeit über 200 Tiere, die Tag für Tag mit Futter versorgt werden müssen. Wir müssen also in erster Linie Heu und Kraftfutter kaufen bzw. den Pflegestellen die Kosten für die Herstellung des Futters bezahlen, denn die meisten Pflegestellen verfügen glücklicherweise über die nötigen Weideflächen und Maschinen, um selbst Heu und Stroh zu produzieren. Das sind deutlich günstigere Voraussetzungen, weil die Pflegestellen dadurch unabhängig von möglicherweise überhöhten Preisen anderer Anbieter sind.

Die Weideflächen, auf denen die Tiere im Sommer grasen, müssen gepflegt und teilweise gedüngt werden, auch das ist zeitaufwendig und teuer. Unsere Tiere brauchen natürlich auch täglich frisches Wasser und saubere Einstreu für ihre Ställe, auch das kostet Geld und bedeutet viel Arbeit, die nicht komplett ehrenamtlich erledigt werden kann.

Hinzu kommen Kosten für tierärztliche Routine-Maßnahmen wie Impfungen, Wurmkur oder Zahnkontrolle/ Behandlung bei den Pferden. Und natürlich die medizinische Versorgung bei Erkrankungen.

Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen benötigen in regelmäßigen Abständen Huf- bzw. Klauenpflege, viele Pferde aufgrund von Arthrose-Erkrankungen sogar orthopädische Beschläge, die alle sechs Wochen erneuert werden müssen.

Jeden Monat benötigen wir zur Zeit fast 11.000 € um unseren Tieren alles bieten zu können, was zu einem tierschutzgerechten Leben gehört. In diesem Betrag sind außer Routinebehandlungen keine Tierarztkosten berücksichtigt, die kommen noch dazu!

Dabei hilft uns jede noch so kleine Spende

Lesen Sie hier, was die Maßnahmen zur Sicherung des Wohlbefindens unserer Tiere im einzelnen kosten:

Für 3,50 € können wir 20 kg Futtermöhren kaufen.
Besonders im Winter sind Möhren ein wichtiges Saftfutter für Pferde.

Für 6 € kann eine Gans einen Monat lang mit Futter versorgt werden und ihr Dasein auf 3.000 qm Weide mit schönem Teich in unserer Pflegestelle für Gänse in Niedersachsen genießen.

8,50 € müssen wir für eine Stunde körperlich schwere Arbeit, wie das Ausmisten der Boxen, auf dem Pferdehof bezahlen.
Viele andere Arbeiten, zum Beispiel die Pflege der Pferde, werden dagegen ehrenamtlich erledigt.

7,50 € kostet ein 550-l-Ballen Leinstroh. Das ist staubfreie Spezialeinstreu für Pferde mit Atemwegsproblemen oder Pferde, die wegen Verstopfungsgefahr oder Übergewicht kein Stroh in ihrer Box haben dürfen. Pro Woche benötigt ein Pferd mindestens einen Ballen Leinstroh.

10 € kostet die reine Zahnkontrolle bei einem Pferd, die alle sechs Monate durchgeführt wird, auch wenn das Pferd scheinbar problemlos frisst. Haben sich an den Zähnen Haken gebildet (und das ist nach sechs Monaten bei alten Pferden fast immer der Fall) kostet das Raspeln der Zähne 70 €. Ist eine Sedierung dazu erforderlich, erhöht sich der Preis für die Zahnbehandlung auf 100 €.

Für 14 € können wir eine Großpferdedecke nach dem Winter reinigen lassen. Das ist so teuer, weil Pferdedecken sehr schwer sind und übersät mit Haaren. Dazu sind Industriewaschmaschinen erforderlich.

Für 15 € bekommen wir einen 20-kg-Sack Kraftfutter für Pferde.

Für 17 € können wir die Klauen einer Kuh vom Klauenpfleger routinemäßig behandeln lassen, wenn die ganze Herde (= 28 Tiere) mit der Klauenpflege dran ist. Muss der Klauenpfleger bei einem akuten Problem für ein einzelnes Rind anreisen, sind etwa 35 € fällig.

Für 18 € bekommen wir 100-ml Nux vomica Homaccord, ein wichtiges homöopathisches Medikament zur Behandlung und Vorbeugung von Verdauungsstörungen beim Pferd. Genauso teuer ist ein 10kg-Eimer Mineralfutter, womit man ein Pferd für ca. zwei Monate mit allen Mineralstoffen versorgen kann.

21 € kostet ein 20-kg-Sack hochverdaulich aufgeschlossener Heuersatz für unsere Pferde mit ganz schlechten Zähnen. Heu ist das Grundnahrungsmittel für Pferde, wodurch der Darm mit der lebenswichtigen Rohfaser versorgt wird. Wenn im Alter Zähne fehlen, kann das Heu nicht mehr richtig gekaut werden und es kommt langfristig zu Durchfällen, wenn kein Heuersatz gefüttert wird.

24 € müssen wir für einen Rundballen Stroh (einschließlich Anlieferung) auf unserem Pferdehof bezahlen. Ein solcher Rundballen reicht für das Einstreuen der sieben Boxen je nach Jahreszeit für vier bis acht Tage.

25 € kostet das Ausschneiden und Raspeln der Hufe für ein Pferd. Diese Hufpflege wird bei allen unseren Pferden alle sechs bis acht Wochen durchgeführt.

40 € kostet ein Grassilageballen. Die ernährungsphysiologisch hochwertige Grassilage ist das Hauptfutter für die Zeit außerhalb der Weidesaison, also wenn kein Gras zur Verfügung steht. Davon verdrücken unsere 20 Rinder in Niedersachsen 110 Ballen jährlich. Ein Ballen wiegt ca. 400 kg!

Für 43,50 € können wir eine Mineralleckwanne (Inhalt: 75 kg Leckmasse) für Rinder kaufen.

Mit 45 € ist ein Schwein einen Monat lang rundum glücklich in einer unserer drei Schweine-Pflegestellen. Hausschweine kann man, wie oft angenommen, nicht ausschließlich mit harten Brötchen bzw. Nahrungsmittelresten ernähren. Sie benötigen hochwertigen Getreideschrot, Maissilage und Mineralien, um keine Mangelerscheinungen zu bekommen und satt zu werden. Ein ausgewachsenes Hausschwein wiegt mindestens 200 kg.

50 € müssen wir für einen Rundballen Heu (einschließlich Anlieferung) bezahlen. Davon benötigen wir auf unserem Pferdehof am Niederrhein für unsere sieben Pferde im Sommer zwei Ballen pro Monat, im Winter mindestens die doppelte Menge. Selbst im Sommer kann man Pferde in der Regel nicht ausschließlich mit Gras ernähren.

Für 60 € können wir neu aufgenommene Schafs- oder Ziegenböcke in der Uniklinik Gießen kastrieren und nach der OP einen Tag dort beobachten lassen. Gerade wenn ein Bock schon älter ist, besteht ein hohes Risiko durch die Narkose. Deshalb sind die Tiere dabei in einer Klinik besser aufgehoben.

150 € kostet die Abholung und Entsorgung des Misthaufens auf dem Pferdehof.
Das ist im Schnitt viermal pro Jahr erforderlich.

250 € kostet die alljährliche Schafschur für unsere Herde im Hunsrück mit 35 Tieren
(einschließlich Stromaggregat für die Schermaschine).

Die Miete für das Vereinsbüro schlägt monatlich mit 300 € zu Buche. Um diese Kosten einzusparen, hatte die erste Vorsitzende fünf Jahre lang von zu Hause aus gearbeitet, das Heimbüro platzte aber irgendwann aus allen Nähten.

550 € kostet die monatliche Pacht für unseren Pferdehof. Ebensoviel müssen wir für 50 m³ Holzhackschnitzel als rutschsicheren Belag für den Winterpaddock bezahlen. Dazu kommen noch knapp 300 € Transportkosten.

Jetzt spenden

Mit unserem Formular können Sie online für eine frei wählbare Versorgungsmaßnahme spenden. Beispielsweise 17,- EUR für die einmalige Klauenbehandlung einer unserer Kühe oder, wenn Sie eine größere Spende leisten möchten, 550,- Euro für die Teilerneuerung des Hackschnitzelbelages auf dem Winterpaddock unseres Pferdeschutzhofes.

Natürlich müssen Sie keine bestimmte Versorgungsmassnahme angeben, wenn Sie nicht möchten, Sie können uns auch online eine Einmalspende in beliebiger Höhe ohne bestimmten Verwendungszweck leisten. Diese Spenden setzen wir dann da ein, wo sie gerade am nötigsten gebraucht werden. Jeder einzelner Euro hilft!

Wenn Sie sofort eine Zuwendungsbestätigung benötigen, vermerken Sie das bitte im Feld "Zusätzliche Hinweise" (ganz unten). Ansonsten erhalten Sie Ihre Zuwendungsbestätigung zu Beginn des kommenden Jahres.