Unsere Pflegestellen

Zur Zeit (Stand Dezember 2019) leben 190 Tiere in unserer Obhut - und zwar 50 Gänse, 2 Erpel, 2 Enten, 2 Esel, 2 Ponys, 18 Pferde, 13 Ziegen, 39 Schafe, 42 Schweine und 20 Rinder.



Unsere Tiere sind auf insgesamt 14 Höfen, die sich in verschiedenen Bundesländern befinden, zu Hause. Keiner dieser Höfe befindet sich, wie manchmal angenommen wird, im Eigentum von Schutzengel für Tiere. Nur zwei der Höfe (Pferdeschutzhof Korschenbroich bei Mönchengladbach) und (Schweinestall mit Auslauf in Erflinghausen bei Meschede) sind vom Verein gepachtet und werden von uns betrieben, auf allen anderen Höfen haben wir lediglich unsere Tiere in Pension gegeben. Diese Pflegestellen arbeiten also in Eigenregie auf der Grundlage von Pensionsverträgen für Schutzengel für Tiere. Sie werden von uns regelmäßig kontrolliert. Es handelt sich um ausgesuchte Landwirte oder andere Tierschutzvereine mit eigenen Höfen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Pflegestellen vor.

Nordrhein-Westfalen

Pferdeschutzhof 41352 Korschenbroich

Diesen kleinen, schon sehr alten, aber urgemütlichen Stall haben wir seit April 2005 gepachtet. Die Anlage umfasst:


Die Betreuung der Pferde, die tägliche Stallarbeit und Pflege der Anlage wird von montags bis freitags von einer Bundesfreiwilligen Lea Eis unterstützt von unserer Einstallerin Helga und Minijobberin Simone geleistet. Am Wochenende kümmern sich Helga und unsere ehrenamtlichen Helfer(innen) Lea Knuppertz, Greta, Horst und Susanne um den Stalldienst, nachmittags sind regelmäßig Leslie, Fritz, Manu, Natascha, Nicki und Sandra zur Stelle unterstützt von der Bundesfreiwilligen Lea.

Verpächter Alfred wohnt gleich nebenan und ist staatlich geprüfter Hufbeschlagsschmied, so dass auch für die regelmäßige kompetente Hufpflege gesorgt ist. Denn einige unserer Oldies brauchen orthopädische Beschläge. Auf dem Pferdeschutzhof sind fünf Tierschutzpferde und seit Mai 2019 zwei Pensionspferde zu Hause. Aus finanziellen Gründen ist es uns leider nicht mehr möglich, den Stall mit sieben Tierschutzpferden zu unterhalten. Aber auch die Einstallerpferde Mütterken und Julio wurden von Helga vor dem Schlachter gerettet.

Pflegestelle 41372 Niederkrüchten

Hier ist auf einem kleinen, aber feinen privaten Hof von Lehrerin Steffi Kullmann unsere Quarterstute Skips zu Hause. Der Hof wurde ausgewählt, weil Skipy hier auch im Stall so viel Platz hat, dass sie keine engen Wendungen vollführen muss. Das wäre Gift für ihre Hufrollenproblematik.

Die Betreuerin passt die Weidezeiten auch immer dem gesundheitlichen Zustand ihrer Schützlinge an, bei ihr wissen wir unsere Skipy in den allerbesten Händen.

Pflegestelle 47608 Geldern (am Niederrhein)

Diese Pflegestelle haben wir seit 2006, aktuell (Dezember 2019) sind dort die Esel Chico und Jolly, Pony Rudi und die Pferde Apachi, Dexter und Pusteblume von Schutzengel für Tiere zu Hause. Insgesamt leben dort 60 Pferde und Ponys, einige Hunde, Katzen, Gänse und Hühner. Lange vor Schutzengel für Tiere e.V. hatte schon der Bund gegen den Missbrauch der Tiere seine Pferde in die Obhut von Heinz-Josef und Marlene Buffen gegeben.

Und zahlreiche andere Pferdebesitzer, die auf eine artgerechte Haltung ihrer Tiere mit viel Weidegang Wert legen. Hier steht nämlich kein Pferd 23 Stunden am Tag in der Box, alle dürfen raus. Die Ställe sind sehr hell und luftig, geschlossene Boxenwände gibt es nicht, sie bestehen komplett aus dicken Gitterstäben, so dass die Pferde auch in den Boxen Kontakt miteinander aufnehmen können. Die Aussicht nach draußen wird nur in der kalten Jahreszeit durch Windschutznetze eingeschränkt. Das ist sehr gut für die Atemwege der Pferde und bietet den "Rentner"-Pferden vom Tierschutz eine Art "Fernseh"-Unterhaltung: Denn sie können, nach der Weidezeit, von ihren Boxen aus den jungen "Kollegen", die noch in Diensten sind, bei der Arbeit auf dem Reitplatz zuschauen.

Pflegestelle 47665 Sonsbeck (am Niederrhein)

Diese wunderschöne Offenstallanlage mit drei Hektar Weide, Reitplatz, Unterstand, Putzplatz, Round-Pen und vielem mehr wurde von Iris Töpler gepachtet, die für ihre beiden Pferde ein Leben in größtmöglicher Freiheit bieten wollte. Zwei andere Pferdebesitzer haben ihre Pferde später dazugestellt und so entwickelte sich eine glückliche Herde von Pferden, die ihren Tagesablauf komplett frei gestalten dürfen.

Unser Schoko, ein Deutsches Sportpferd mit Gehbehinderung wegen eines verkümmerten Muskels, fühlt sich dort sehr wohl. Trotz oder gerade wegen seiner Behinderung muss er sich viel bewegen, damit seine Muskulatur erhalten bleibt.

Die riesige Scheune des Hofes wurde zum Offenstall umfunktioniert. Er bietet den Pferden durch seine dicken Wände im Sommer perfekten Schutz vor Hitze und vor den am Niederrhein besonders lästigen Bremsen und anderen Plagegeistern.

Pflegestelle 47495 Rheinberg (am Niederrhein)

Immer wieder gibt es Pferde, die aufgrund ihrer Vergangenheit oder Erkrankung besondere Anforderung an die Haltungsweise stellen. Unser ehemaliges Galopprennpferd Skin Man fühlt sich in einer Box überhaupt nicht wohl, sie erinnert ihn wohl an die Startboxen auf der Rennbahn.

Für Skinny ist die Pflegestelle auf Gut Pottdeckel ideal, denn die Pferde leben hier in einer großen Herde. Von Mai bis Oktober auf großen Wiesen direkt am Rhein, von November bis April auf großen Paddocks mit Heuraufen und direktem Zugang zu einem Offenstall. Es gibt Rentnerpferde in der Herde, die wie unsere ihren Lebensabend auf Gut Pottdeckel verbringen dürfen. Aber auch Jungpferde, die in der Herde sozialisiert werden sollen, und dann im Alter von drei Jahren wieder abgeholt werden, um zum Reitpferd ausgebildet zu werden. Oder Rekonvaleszenten, die eine Auszeit vom Reitpferdedasein genießen dürfen. Die Herde umfasst immer zwischen 30 Pferden im Winter und bis zu max. 70 Pferden in den Sommermonaten.

Die Pferde werden täglich auf ihren Gesundheitszustand kontrolliert und wer dort zu Besuch ist, spürt deutlich die große Zufriedenheit und Gelassenheit der Tiere.

Pflegestelle 59872 Meschede-Erflinghausen

Aus Sorge vor der Schweinepest haben wir nach einem möglichst sicheren Platz für unsere Schweine gesucht und Dank des Tipps unserer Freundin Katja Tiepelmann einen 680 qm großen Betonstall mit offener Front in Erflinghausen bei Meschede (Hochsauerlandkreis) pachten. Auch Auslauf ist tagsüber auf der Fläche direkt vor dem Stall seit September 2019 möglich. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Arche 90 e.V., die uns mit einer großzügigen Spende die Anschaffung der Texas-Trading Gitter ermöglicht haben. Außerdem wurden „Sauentrommeln“ angeschafft. Das sind robuste rollbare Kunststoffteile, die mit Mais befüllt werden können. Der Mais rieselt heraus, wenn die Schweine die Trommeln mit dem Rüssel über den Beton schieben. Bewegung auf rauem Boden ist sehr wichtig für die Schweine, weil sie sich im Stall die Klauen zu wenig ablaufen.

Wenn sich die Schweine eine Stunde die Füße vertreten haben, gehen sie aber auch gerne wieder zurück in den gemütlichen, lichtdurchfluteten Stall. Es gibt Selbsttränken und im hinteren Bereich einen großzügigen Schlafbereich, der täglich frisch mit Stroh eingestreut und natürlich auch regelmäßig gemistet wird. Die Sonne scheint morgens von vorne in den Stall und abends von hinten. So können sich die Schweine auch im Stall sonnen. Hinter dem Auslauf wurde ein zweiter Zaun gezogen, damit Kontakt zwischen Wildschweinen und unseren Schweinen ausgeschlossen ist. Die Stallfront darf deshalb nach jetzigem Stand der Dinge offen bleiben, auch wenn die Schweinepest in Deutschland ausbrechen sollte.

Wir haben auch unsere Schweine aus Niedersachsen ins Hochsauerland umgesiedelt. Es ist immer schlimm, wenn Patentiere umziehen müssen, weil es Stress für die Tiere und hohe Kosten bedeutet. Aber rund um die alte Pflegestelle in Rehden sind vor einigen Jahren traurigerweise gleich zwei große Schweine-Mastställe entstanden und der Nachbarlandkreis ist der berüchtigte Kreis Vechta. Da wäre nichts Gutes zu erwarten, wenn die afrikanische Schweinepest Deutschland erreicht. Und wir wollten nach bestem Wissen und Gewissen alles getan haben, um unsere Schweine vor der Schweinepest zu schützen. Denn in 1000 Meter rund um unseren Schweinestall gibt es keine Mastbetriebe, eine wichtige Voraussetzung, um einigermaßen sicher davor zu sein, dass bei Ausbruch der Schweinepest unsere Schweine vor der Tötung verschont bleiben. In Erflinghausen sind nun – abgesehen von Ernie, Robby und Ronya – alle unsere Schweine zu Hause. Zu unserem Leidwesen haben Inge und Thomas Ehlert von der Pflegestelle Hatzfeld an der Eder leider aus persönlichen Gründen ihren Hof aufgegeben, so dass die Göttinger Minischweine Anna, Herrmann und Lena 3 noch einmal umziehen mussten. Auch sie wohnen seit Dezember 2019 nun in Erflinghausen.

Pflegestelle 59199 Bönen

Der Garten der Familie Brock in Bönen bei Kamen hat sich schon lange in einen Lebenshof für viele Tiere verwandelt. Es gibt u.a. ein Gehege mit Mini- und Hängebauchschweinen, wo auch unser Minischwein Ernie zu Hause ist.

Pflegestelle 59939 Olsberg

Dort sind seit Dezember 2019 unsere beiden Haflingerdamen Linnea und Mika sowie die schon hochbetagte Stute Paula zu Hause. In der freundlichen Jahreszeit können die Pferde dort Tag und Nacht draußen bleiben, im Herbst und Winter steht ein großer Paddock zur Verfügung. Der Stall ist hell und luftig. Liebevoll betreut werden unsere Pferde dort von Tierhomöopathin Katharina Winterkamp.

Pflegestelle 40882 Ratingen

Der große, aber sehr gemütliche Pensionshof „Gut Spiekershof“ mit Chefin Hannelore Rosendahl bietet vielen Pferden ein schönes Zuhause. Wir sind an diese Pflegestelle nur durch „Remo“ gekommen, ein Pferd, dessen Besitzer verstorben ist. Die Stallgemeinschaft bat um Hilfe, um ein großes Loch bei der monatlichen Stallmiete zu stopfen, damit der schon stolze 37 Jahre alte Wallach weiterhin seinen Lebensabend auf dem Hof verbringen darf. Die Haltung dort ist sehr artgerecht und Remo wird toll versorgt. Deshalb erklärten wir uns bereit, zu helfen.

Pflegestelle Kelmis und Moresnet (bei Aachen, kurz hinter der Grenze in Belgien)

Hier leben 10 Tierschutz-Pferde und 2 Ochsen auf großzügigen Wiesen mit Offenställen. Betreut mit vollem persönlichen und finanziellen Einsatz von Birgit Wintersteller.

Wir unterstützen Frau Wintersteller seit 2014, damit möglichst alle Tiere in dieser schönen und sehr artgerechten Haltung bleiben können. Von 2014 bis Juli 2018 trugen wir die kompletten Kosten für die Pferde Daisy, Diabolo, Heidi und Lucy sowie die Ponys Alfi und Billy, unterstützt von Spenden des Tierschutzvereins für die Städteregion Aachen , da die Tiere zur früheren „Tierauffangstation für Großtiere“ dieses Tierheims gehörten. Das Tierheim hat die Arbeit für Großtiere leider im Frühjahr 2014 eingestellt.

Und seit Mitte 2017 dann traurigerweise auch die Spenden an Schutzengel für Tiere. Bis Juni 2018 stemmten wir die Kosten für die sechs Tiere aus eigenen Mitteln weiter, aber seitdem können wir monatlich nur noch 600 EUR an Unterstützung leisten. Sonst würden wir unsere anderen 186 Schützlinge gefährden. Bis heute übernehmen wir allerdings auch noch die Tierarzt- und Schmiedkosten für die Pferde Daisy, Diabolo und Lucy.

Niedersachsen

Pflegestelle 49453 Rehden (zwischen Osnabrück und Bremen)

In dieser Pflegestelle leben zurzeit (Stand Dezember 2019): 20 Rinder, 10 Schafe, 50 Gänse, 2 Erpel und 2 Enten von Schutzengel für Tiere. Wir haben die Pflegestelle seit 2003.

Unseren Rindern steht eine Weidefläche von ca. 10 Hektar (100.000 qm) mit einem rund 250 qm großen Weideunterstand zur Verfügung. Um die bis zu mehr als eine Tonne schweren Rinder für notwendige tierärztliche Behandlungen sicher für Tier und Mensch fixieren zu können, wurde ein stabiles Fanggitter mit einem Treibgang und einem sogenanntem "Headgate" gebaut. Dieses ist automatisch oder per Hand blitzschnell zu öffnen und zu schließen und fixiert die Tiere für notwendige Behandlungen/Untersuchungen am Hals sicher und schmerzfrei. Es gibt einen von unserem Betreuer selbst gebauten hydraulisch betriebenen Klauenpflegestand, der auf Größe und Körperumfang unserer sehr unterschiedlich großen und schweren, teilweise gehörnten und ungehörnten Tiere einstellbar ist.

Im Winter sind die Oldies unter unseren Rindern und auch ganz zierliche Rinder, die sich gegen ranghöhere Rinder schlecht durchsetzen können, aufgestallt, damit sie genug zu fressen bekommen. Selbstverständlich nicht in Anbindehaltung – sie können sich frei im Stall bewegen und stehen natürlich auf reichlich Stroh. Der große Stall ist nach vorne nur durch dicke Rohre begrenzt, so wirkt der Stall trotzdem offen und die Tiere können schön rausgucken. Es gibt einen zweiten Stall, den wir im Winter auch für die Schafe nutzen, deshalb kann er nach vorne nicht offen sein. Aber auch dort haben die Tiere genug Platz, durch Lichtplatten ist es hell und bei windstillem Wetter steht ein Schiebetor, so dass auch für frische Luft gesorgt ist.

Im Landkreis Diepholz gibt es inzwischen viele Wölfe, deshalb haben wir die Fläche für Schafe und Gänse wolfs- und fuchssicher mit einem 1,80 Meter hohen Zaun gesichert. Der Zaun ist zusätzlich in den Boden eingegraben und steht unter Strom.

Gänse und Enten leben bei uns auf einer Weide von rund 3.000 qm mit einem 30 qm großen Teich. Betreut werden unsere Tiere von Landwirt Hartmut Ritter. Seine eigene Landwirtschaft hat er glücklicherweise weitgehend aufgegeben, ein paar eigene Rinder hat er allerdings zurzeit. Eigentlich passt es ethisch natürlich nicht zusammen, Tierschutztiere und Tiere, die irgendwann leider geschlachtet werden, unter einem Dach zu halten. Allerdings können wir uns schlecht jedes Mal einen neue Pflegestelle für unsere Rinder suchen, wenn etwas aus Sicht der Tierrechtler nicht ganz in Ordnung ist. Denn das wäre mit immensen Kosten und auch Stress für die Tiere verbunden. Wir haben nun mal leider keinen eigenen Hof für unsere Rinder, deshalb müssen wir gelegentlich mit Kompromissen leben.

Aber den Tierrechtlern auf Facebook, die uns gelegentlich dafür ein wenig beschimpfen, sei gesagt, dass auch Tiere des Landwirtes, die mit unseren unter einem Dach leben, natürlich davon profitieren, dass unsere Tiere nicht auf einem reinen Lebenshof untergebracht sind. Denn selbstverständlich gibt es auch für seine Tiere keine Anbindehaltung und auch sie stehen auf Stroh, es gibt auf dem ganzen Hof keine Spaltenböden mehr. Und von Frühjahr bis Herbst stehen auch seine Rinder auf der Weide, allerdings getrennt von unseren Tieren. Einen Abtransport bekommen unsere Schützlinge also garantiert nicht mit. Keines unserer Tiere wird geschlachtet, wenn sie unheilbar krank sind und keine Lebensqualität mehr haben. Sie werden alle auf dem Hof eingeschläfert. Diese Pflegestelle gehört seit 2003 zu Schutzengel für Tiere und ist unsere landschaftlich schönste. Sie befindet sich im idyllisch gelegenen Kondtal direkt bei Simmern. Es ist ein kleines Paradies, in dem unsere zurzeit (Dezember 2019) 28 Schafe und 10 Ziegen leben dürfen - eine naturbelassene, mit Büschen und großen Sträuchern bewachsene Fläche von über zwei Hektar mit einem schönen großen Offenstall.

Außerdem gibt es einen "Isolierstall" für kranke Tiere. 25 feuerverzinkte Mobilzaunelemente finden bei Bedarf als mobiler Weidezaun Verwendung. Unsere Betreuer Christine und Christian Pullig sind sehr naturverbunden und leben selbst in unmittelbarer Nähe der Schafweide in einem urigen Holzhaus. So haben sie die Tiere immer unter Kontrolle. Anfangs lebten bei der Schafherde auch Ziegen. 2003 zuerst die unvergessene Burenziege Mathilde. Sie war von Anfang an die Chefin der Herde und die Schafe ordneten sich ihr widerspruchslos unter. Später kamen noch die Ziege Mara und der junge kastrierte Ziegenbock Mikesch hinzu. Und damit hatten wir plötzlich eine "Ziegengang", die nur Blödsinn im Kopf hatte. Eine der Lieblingsbeschäftigungen der drei war das Boxen friedlich schlafender Schafe. Auch an der Heuraufe gab es immer wieder Randale durch die Ziegen.

Deshalb gibt es bereits seit 2010 in Simmern für die Ziegen ein eigenes Gehege von etwa einem Hektar Größe mit Stall und mehreren weiteren Unterstellmöglichkeiten bzw. Futterplätzen. Dafür sind in erster Linie die Schafe extrem dankbar. Auf diese Weise konnten auch weitere Ziegen in Simmern Aufnahme finden. Die Herde ist inzwischen auf elf Tiere angewachsen und es gibt immer Action. Seit Sommer 2017 verfügt das Ziegengehege sogar über ein Minigebirge, auf dem sich die Ziegen begeistert sonnen. Kletteraktivitäten dagegen halten sich in Grenzen.

Der Klimawandel stellte uns in 2018 vor neue Herausforderungen. In Simmern hatte es fast vier Monate lang nicht geregnet. Die Wiese der Schafe glich einer Steppe. Schafe verbeißen das Gras nämlich sehr tief. Heftiger Regen im Herbst verwandelte die Steppe dann in eine Matschlandschaft. Da fiel die Entscheidung, dass es ab sofort zwei Wiesen geben muss, eine für die nasse und eine für die warme Jahreszeit. Die künftige Sommerwiese wurde im April 2019 in Rekordzeit von unserem hochengagierten Betreuer Christian eingezäunt und mit einem Unterstand versehen. So sind wir für extremes Wetter besser gerüstet, weil eine Wiese immer Pause hat und so die Grasnarben nicht so stark strapaziert werden.

Rheinland-Pfalz

Pflegestelle 55469 Simmern (Nähe Koblenz, Hunsrück)

Diese Pflegestelle gehört seit 2003 zu Schutzengel für Tiere und ist unsere landschaftlich schönste. Sie befindet sich im idyllisch gelegenen Kondtal direkt bei Simmern. Es ist ein kleines Paradies, in dem unsere zurzeit (November 2017) 38 Schafe und 11 Ziegen leben dürfen - eine naturbelassene, mit Büschen und großen Sträuchern bewachsene Fläche von über zwei Hektar mit einem schönen großen Offenstall.

Außerdem gibt es einen "Isolierstall" für kranke Tiere. 25 feuerverzinkte Mobilzaunelemente finden bei Bedarf als mobiler Weidezaun Verwendung. Unsere Betreuer Christine und Christian Pullig sind sehr naturverbunden und leben selbst in unmittelbarer Nähe der Schafweide in einem urigen Holzhaus. So haben sie die Tiere immer unter Kontrolle. Anfangs lebten bei der Schafherde auch Ziegen. 2003 nur Burenziege Mathilde, die leider schon das Zeitliche gesegnet hat. Sie war von Anfang an die Chefin der Herde und die Schafe ordneten sich ihr widerspruchslos unter. Später kamen noch Ziege Mara und der junge kastrierte Ziegenbock Mikesch hinzu. Und damit hatten wir plötzlich eine "Ziegengang", die nur Blödsinn im Kopf hatte. Eine der Lieblingsbeschäftigungen der drei war das Boxen friedlich schlafender Schafe. Auch an der Heuraufe gab es immer wieder Randale durch die Ziegen.

Deshalb gibt es bereits seit 2010 in Simmern für die Ziegen ein eigenes Gehege von etwa einem Hektar Größe mit Stall und mehreren weiteren Unterstellmöglichkeiten bzw. Futterplätzen. Dafür sind in erster Linie die Schafe extrem dankbar. Auf diese Weise konnten auch weitere Ziegen in Simmern Aufnahme finden. Die Herde ist inzwischen auf elf Tiere angewachsen und es gibt immer Action. Seit Sommer 2017 verfügt das Ziegengehege sogar über ein Minigebirge, auf dem sich die Ziegen begeistert sonnen. Kletteraktivitäten dagegen halten sich in Grenzen.

Der Klimawandel stellte uns in 2018 vor neue Herausforderungen. In Simmern hatte es fast vier Monate lang nicht geregnet. Die Wiese der Schafe glich einer Steppe. Schafe verbeißen das Gras nämlich sehr tief. Heftiger Regen im Herbst verwandelte die Steppe dann in eine Matschlandschaft.

Da fiel die Entscheidung, dass es ab sofort zwei Wiesen geben muss, eine für die nasse und eine für die warme Jahreszeit. Die künftige Sommerwiese wurde im April 2019 in Rekordzeit von unserem hochengagierten Betreuer Christian eingezäunt und mit einem Unterstand versehen. So sind wir für extremes Wetter besser gerüstet, weil eine Wiese immer Pause hat und so die Grasnarben nicht so stark strapaziert werden.

Pflegestelle 57635 Ersfeld (nördlicher Westerwald, Nähe Siegburg, Rheinland-Pfalz)

In Ersfeld ist der Gnadenbrothof Ziegenhain e.V. zu Hause, in dessen Obhut wir im April 2008 unser Schwein Robby gegeben haben, nachdem er von unseren großen Schweinen in der Pflegestelle Schwefe "gemobbt" wurde. Wir sind sehr glücklich darüber, dass unser Robby dort so gut versorgt ist, dass er nun (Stand Dezember 2019) schon stolze 19 Jahre alt ist. Außer Robby lebt dort noch unsere Minischweindame Ronya.

Der Hof gehört Cranio-Sacral-Therapeutin Andrea Mais, mit der uns eine lange Freundschaft verbindet. Sie betreibt mit viel Herzblut dort ihren „Gnadenbrothof Ziegenhain e.V.“. Bei ihr leben zahlreiche Pferde, außerdem Hunde, Schafe, Kaninchen, Hühner und Schweine, die oft schwer krank von ihr gerettet und anschließend erfolgreich therapiert wurden.

Baden-Württemberg

Pflegestelle 69168 Wiesloch (zwischen Heidelberg und Heilbronn)

Auch diese Pflegestelle wird von einem Tierschutzverein betrieben - nämlich Rosinantes Paradies für Pferde in Not e.V. Mit der ersten Vorsitzenden des Vereins, der Zahnärztin und sehr erfahrenen Pferdehalterin, Regina Strubel, verbindet uns ebenfalls eine lange Freundschaft. Sie beherbergt auf einem urgemütlichen Hof namens Rosinantes Ranch zehn Pferde und Ponys, aber auch Ziegen, Katzen und Schildkröten.

Mehrere junge Frauen aus Wiesloch und Umgebung verbringen dort sinnvoll ihre Freizeit. Dort sind die Ziegen Aladin, Bambi und Leila von uns zu Hause und seit Anfang November 2017 unterstützen wir das von Rosinantes Paradies aufgenommene ehemalige Polizeipferd Levano mit 50 EUR monatlich.

Bayern

Pflegestelle 97440 Schweinfurt

Hier ist unser betagter Ponywallach Indy seit März 2017 zu Hause. Betreut wird er von Frau Susanne Rieder, die sehr pferdeerfahren und eine begnadete Tierschützerin ist. Es gibt auf dem Hof auch eine Reithalle, was besonders im Winter von Vorteil ist. Natürlich wird Indy nicht geritten, aber eine Halle ist gerade für "Oldies" mit Arthrose in der kalten Jahreszeit einfach ideal. Wenn draußen alles matschig oder puckelig gefroren ist, stehen alte Pferde oft zu viel in der Box.

Indy genießt seinen Lebensabend zusammen mit dem Haflinger-Wallach Nathan, der dem Hofeigentümer gehört. Die beiden haben sich gesucht und gefunden, nachdem unsere Ponystute Summer, Indys langjährige Freundin, leider im Februar 2018 eingeschläfert werden musste. .