Unser Gästebuch

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hier haben Sie nun die Möglichkeit, uns in unserem Gästebuch Lob & Kritik zu hinterlassen, einen Gruß, eine nette Geschichte, was Sie beispielsweise bei unseren Patentreffen erlebt haben, und, und, und.

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icon  Eintrag Nr. 5 von Sebastian Mense  vom 28.08.2007 um 21:44 Uhr icon

Ein Pate kommt selten allein

"Kühe streicheln kannst Du doch auf jeder Weide" sagt man mir seit Wochen im Büro. Denn seit ebenso langer Zeit kommt das Thema "Patenbesuch bei meinen Kühen" regelmäßig auf die "interne Tagesordnung" (sprich: Pausengespräch). Der Tierschutz an sich scheint in gewissen Kreisen unserer Gesellschaft noch immer ein Hauch von Exotik anzulasten; dann auch noch "Nutztiere" zu unterstützen erscheint schon hoch fragwürdig. Bei näherem Interesse steige ich auch gerne in die Debatte provokant ein, schnell bemerke ich jedoch die fehlende Fachkompetenz meines gegenüber: "Tiertransporte in den Libanon? "Nur" zum Schlachten? So was gibt's doch gar nicht." Ich wurde also Freitags hämisch in mein "kuhiges" Wochenende verabschiedet. In der Tat freuen sich meine Frau und ich schon seit Wochen auf unseren "fixen Termin", den wir jedes Jahr gerne wahrnehmen: Das Patentreffen der Pflegestelle in Wagenfeld vom Verein "Schutzengel für Tiere". Hier unterstützen wir seit nunmehr zwei Jahren zwei Kühe (Mutter und Kind) einer großen Herde auf grüner, scheinbar endloser Wiese. An einer Seite eingegrenzt durch ein riesiges Maisfeld, an der anderen Seite eine wunderschöne Allee großer Alter Bäume: Ein Kuhparadies. Die Mutterkuh hatte es nicht immer so traumhaft schön wie hier: Als ausgediente Milchkuh sollte sie nach ihrer vorbestimmten Ausbeutung das Schicksal der meisten Artgenossinnen erleiden: Per Transport zum (wenn sie "Glück" hat) nächsten Schlachter. Natascha war zu diesem Zeitpunkt sogar mit Nina trächtig. Beide hatten einen Schutzengel, im wahrsten Sinne des Wortes: Sie wurden freigekauft und können nun glücklich und zufrieden ein artgerechtes Leben genießen: Ohne Pflichten. Ohne Angst und Stress. Meine Frau und ich dürfen wann immer wir möchten "unsere" Rinder besuchen. Außerdem behalten wir uns regelmäßige Telefonanrufe bei der ersten Vorsitzenden, Petra Kandzia, vor. Das eigentliche "Patentreffen" ist jedoch DER Event im Leben eines Paten!
Am Samstag kamen wir nach einer Fahrt von gut zwei Stunden auf dem Gelände des Bauern Ritter an. Uns begrüßten sogleich bestgelaunt die üblichen Verdächtigen: Die Kuh "Bernadette" mit ihrem Hang zum maßlosen Naschen von Äpfeln und allem was man fressen kann. Mit von der illustren Fressrunde waren wie immer Rosalie und Julius. Auch die hier beheimateten Schweine und Gänse machten ihrer Art wie immer alle Ehre: Entweder wie Froda als glückliches Schwein im Schlamm suhlen oder wie die Gänse Carola und Anika, schnatternd im kleinen Teich schwimmen. Der Shop und das bereits kredenzte veganische bzw. vegetarische Buffett waren schon vorbereitet. Mich zog es aber zuerst zu "meinen" Kühen. Der "Live-Anblick" ist immer die lange Reise Wert! Immer wieder schön ist es auch, von den "Zweibeinern" herzlich in Empfang genommen zu werden. Denn obwohl wir beide keine Vegetarier sind, fühlen wir uns keineswegs "dumm angeschaut" oder gar aussätzig. Jeder der hier 20 Anwesenden hat seine eigene Geschichte, WARUM er dem Verein angehört. Bei uns ist es die schlichte Liebe zur Kuh. Wir haben seit unserer Zeit im Verein viel nachgedacht und haben unsere Ansichten in Sachen Ernährung dahingehend umgestellt, das wir zwar weiter Fleisch essen, jedoch kein Rind.

Wir achten zudem verstärkt auf die Herkunft aller Produkte. Das macht sich im Geldbeutel zwar bemerkbar, aber das ist es uns Wert.
Bereits nach unserem ersten Patentreffen hatten wir nach wenigen Augenblicken das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein. Diesmal war es also ein freudiges Wiedersehen, sowohl mit den Tieren als auch mit vielen bekannten Gesichtern. Ein Pate kommt eben selten allein. Besonders beeindruckend war für uns, welche Strapazen manche Paten auf sich nehmen, um zu ihren Schützlingen zu gelangen: Mehrere hundert Kilometer verbunden mit vielen Stunden Autofahrt waren jedoch kein Hindernis. Einige kommen mit dem Zug, andere übernachten gar in einer nahegelegenen Pension. Die anschließende Fütterung entschädigt für alles!

Die neue Fütteranlage für die Schweine hat zwar etwas von "industriellem Touch". Aber die Tiere fühlen sich wohl, eines schläft gar nachts freiwillig in diesem Metallgebilde. Nur so lässt sich gewährleisten, dass auch wirklich alle Schweine genug zu fressen bekommen. Einfach herrlich, das Schmatzen und Grunzen zu vernehmen. Klar, das die "Extra-Leckerlies" von den Paten gut und dankbar angenommen werden. Ein Erlebnis für meine Frau und mich war die anschließende "Bewirtung" unserer Rinder. Auch hier standen mal wieder die "Besseresser" Bernadette und ihre bekannten Freundinnen ganz vorne am Draht. Ein rührender Moment, wenn uns ein solch großes Tier buchstäblich aus der Hand frisst. Eine Streicheleinheit bei dieser Gelegenheit ist Nervennahrung für meine gestresste Seele. Eigentlich hatten wir uns schon daran gewöhnt, dass "unsere" Natascha sehr zurückhaltend auf den ganzen Rummel reagiert (zur Freude der Futterverwerter Bernadette & Co.). An diesem Samstag kam sie jedoch wider Erwarten tatsächlich zu meiner Frau, welche ja seit Weihnachten 2005 die "eigentliche", beschenkte Patin ist. Voller Freude wurden sogleich Äpfel und Knäckebrot "an die Frau" gebracht. Ein unbeschreiblich erhebendes Gefühl. Als alle anderen Paten bereits wieder Richtung Kaffee und Kuchen zogen, habe ich gut eine halbe Stunde bei diesen liebevollen Tieren alleine verbracht. Das nächste mal ist wieder lange hin; ob dann auch noch alle gesund sind? Die Sorgen konnte ich aber verdrängen: Bei unserem Verein ist jedes behütete Tier in den besten Händen und wird bestens versorgt.
Als ich so langsam ins Träumen kam, wurde ich von einem dreifachen "muhen" wieder aufgerüttelt: Mein eingespeicherter Handyton. Am anderen Ende mein Kollege aus dem Büro. "Kühe streicheln kann ich auf jeder Weide.. " sagte ich ihm "... aber nur bei meinem Verein kann ich sie auch nächstes und übernächstes Jahr und die Jahre danach gesund und lebendig wiedersehen.

Bis Montag,
Sebastian Mense

icon  Eintrag Nr. 4 von Saxe!  vom 27.08.2007 um 22:37 Uhr icon

Hey,
das Patentreffen in Wagenfeld war ziemlich klasse!
Spätestens bis zum nächsten Jahr.

Liebe Grüße, Saxe!*

icon  Eintrag Nr. 3 von Ilona Hoffmann  vom 27.06.2007 um 17:42 Uhr icon

Hallo!
Das Patentreffen in Schwefe war mal wieder so richtig klasse! Ich hoffe das es noch ganz viele Treffen dort geben wird und wünsche euch auch auf den anderen Treffen viel Spaß.
LG Ilona

icon  Eintrag Nr. 2 von Kelly  vom 05.04.2007 um 12:29 Uhr icon

Ein liebes Hallo,

Euer Engagement für Tiere ist wundervoll. Ich selbst habe seit über 10 Jahren ein "ausrangiertes" Pferd - meine Stute Lea. Ich bin mit meinen Tieren der glücklichste Mensch der Welt. Danke, dass Ihr meine Gefühle teilt. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen weiterhin viel Erfolg und viele Sonnenstrahlen auf Eurem Weg.
Herzliche Grüße!
Kelly

„Ganze Weltalter voller Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.“ Zitat von Christian Morgenstern

icon  Eintrag Nr. 1 von Katja  vom 10.01.2007 um 11:58 Uhr icon

Hallo ihr Lieben!

Ich schau mich nun zum ersten Mal auf eurer Internetseite genauer um und bin froh, dass es hier auch ein Forum gibt, wo man sich mit Menschen austauschen kann, die genauso fühlen, wie man selbst. Ich mache zur Zeit ein freiwilliges ökologisches Jahr auf einem großen landwirtschaftlichen Betrieb, weil ich einfach gerne mit Tieren arbeiten wollte. Leider ist es in der Landwirtschaft so, dass die meisten, Tiere bloß als Waren betrachten, dass nimmt mit doch auch immer wieder sehr mit. Schon häufiger musste ich tatenlos dabei zusehen, wie Tiere, die nicht mehr rentabel waren, verladen wurden. Aber ich kann sie nunmal leider nicht aufnehmen, da ich selbst in der Stadt wohne und gerade genug Platz für meinen Hund habe. Zur Zeit ist bei uns auf dem Betrieb Lammzeit und es ich kann einfach nicht verstehen, wie man diese süßen, kleinen Geschöpfe im Alter von nur etwa 4 Monaten zum Schlachter schicken kann. Ich verbringe viel Zeit bei den kleinen Ziegenlämmern und zu wissen, dass zumindest die Böckchen fast alle geschlachtet werden ist echt brutal. Wenn sich also irgendjemand für Ziegenböckchen interessiert und welche haben möchte so wäre ich froh, wenn einige von ihnen gerettet werden könnten. Meine E-Mail-Adresse seht ihr ja, ihr könnt euch ja dann melden. Ich finde es wirklich super, dass es Menschen wie euch gibt.
Danke